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Branche und Regulierung

BMF bestätigt neue Pläne: Bringt die Reform echten Spielerschutz oder nur den Schutz des Monopols?

In den Gängen des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) in Wien herrscht Hochbetrieb. Wie offizielle Quellen im Januar 2026 bestätigen, arbeitet die Regierung unter Hochdruck an einem neuen Gesetzesentwurf, der das Gesicht des österreichischen Glücksspiels für das nächste Jahrzehnt prägen wird. Da die aktuellen Konzessionen für die 12 landbasierten Casinos sowie die einzige Online-Lizenz im Jahr 2027 auslaufen, stehst du mit dem Rest des Landes am Scheideweg. Die Branche blickt gespannt darauf, ob Österreich das Online-Casino-Monopol bis 2027 tatsächlich beendet oder an alten Strukturen festhält.

von Thomas Kellner
GGL- Update 2026: neue Offensive gegen den Schwarzmarkt

Mit Blick auf das Jahr 2026 verschärft die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) ihren Kurs im Verbraucherschutz deutlich. Kern der neuen Offensive ist die frisch veröffentlichte Informationsbroschüre „Illegales Glücksspiel im Internet – erkennen, vermeiden, melden“. Ziel ist es, die Spieler systematisch dabei zu unterstützen, Angebote des illegalen Glücksspiel-Schwarzmarktes frühzeitig zu erkennen und zu meiden.

von Thomas Kellner
Verschärfte Cash-Kontrollen in EU-Casinos ab 2026 - Was sich für den DACH-Markt ändert

Mit der EU-Verordnung 2024/1624 zur Bekämpfung von Geldwäsche rücken Casinos stärker in den Fokus der europäischen Finanzaufsicht. Auch wenn die formale Anwendungsfrist der Anti-Money-Laundering-Regulation erst im Juli 2027 endet, sind die Folgen in der Praxis deutlich früher spürbar. Bereits ab 2026 gelten neue Maßstäbe für den Umgang mit Bargeld. Diese Veränderungen betreffen nicht nur Betreiber, sondern auch Casino-Gäste und die nationalen Glücksspielmärkte im deutschsprachigen Raum. Ein aktueller Bericht von SiGMA World zeigt, dass es dabei nicht allein um die europaweite Bargeldobergrenze von 10.000 € geht. Ziel ist es, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu unterbinden. Im Mittelpunkt steht vielmehr der strukturelle Umbau der internen Kontrollsysteme. Betreiber müssen Identitätsprüfungen, Meldewege und Dokumentationspflichten deutlich ausweiten und technisch modernisieren.

von Thomas Kellner
Schweizer Glücksspielgesetz – Europas strengste Spielerschutz-Technologie

Mit dem Geldspielgesetz (LPJ) hat die Schweiz 2019 einen regulatorischen Rahmen geschaffen, der in Europa als einer der strengsten gilt. Im Mittelpunkt steht ein technischer Ansatz für den Spielerschutz, der nicht nur unterstützend wirkt, sondern als zentrale Voraussetzung für jede Lizenz definiert ist. Online-Casinos müssen dafür hochentwickelte Systeme zur Überwachung des Spielverhaltens einsetzen, die weit über klassische Selbstausschlussfunktionen hinausreichen. Auf diese Weise entsteht ein Standard, der technologische Compliance zur verbindlichen Grundlage macht und international immer mehr Beachtung findet.

von Thomas Kellner
Gemeinsame Front gegen illegales Online-Glücksspiel: Europas Regulierungsbehörden schließen sich zusammen

Europa setzt erstmals gemeinsam ein klares Zeichen gegen illegales Online-Glücksspiel. Regulierungsbehörden aus sieben führenden europäischen Märkten haben einen gemeinsamen Rahmen für den Austausch sensibler Informationen und die strategische Koordination beschlossen. Die Entscheidung, die beim Treffen der spanischen Glücksspielbehörde Dirección General de Ordenación del Juego (DGOJ) gefasst wurde, markiert einen wichtigen Wendepunkt. Zum ersten Mal bündelt eine europäische Allianz ihre Kräfte, um einer Problematik entgegenzutreten, die nationale Behörden schon lange überfordert.

von Thomas Kellner
Meta unter Druck: Illegales Glücksspiel und die Milliardenstrafe

Das EU-Parlament erhöht den Druck auf Meta. In einer schriftlichen Anfrage fordert es die EU-Kommission auf zu prüfen, ob der Konzern durch die Ausspielung von Werbung für nicht lizenzierte Online-Glücksspielanbieter gegen den Digital Services Act (DSA) verstößt. Der Fall könnte nicht nur für die DSA-Durchsetzung wegweisend werden, sondern auch für den Spielerschutz in Deutschland.

von Thomas Kellner
Reform: Österreich bereitet eine Neuregelung des Glücksspielmarkts vor

Österreich bereitet nach Jahren politischer Verzögerung eine umfassende Neuregulierung seines Glücksspielmarktes vor. Die Bundesregierung arbeitet aktuell an einem Gesetzesentwurf, der in Kürze eingebracht werden soll und die Struktur des Online-Glücksspiels grundlegend verändern dürfte. Die geplanten Maßnahmen konzentrieren sich unter anderem auf den Aufbau einer zentralen Sperrdatenbank, wie sie bereits in Deutschland im Einsatz ist.

von Thomas Kellner
GGL-Warnung: El Gordo Angebote online sind nicht legal

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder warnt vor Online-Plattformen, die deutschen Spielern die Teilnahme an der spanischen Weihnachtslotterie El Gordo versprechen. Auf den ersten Blick wirkt die Werbung zwar seriös, doch handelt es sich nur um sogenannte Sekundärlotterien. Die Betreiber dieser Seiten versuchen, vom hohen Bekanntheitsgrad der El Gordo Lotterie zu profitieren. Tatsächlich wird jedoch kein offizielles Los gekauft. Stattdessen schließen die Teilnehmer eine Wette auf das Ergebnis der spanischen Ziehung ab. Nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 ist ein solches Lotterie-Modell in Deutschland nicht erlaubt.

von Thomas Kellner
Neue Maßstäbe für sichere Glücksspielwerbung: Was die ESGW 2025 für Deutschland bedeutet

Die European Safer Gambling Week 2025 hat die Debatte um Glücksspielwerbung neu entfacht. Die zentrale Botschaft lautet: Vertrauen ist die eigentliche Lizenz zur Werbung. Nur wenn die Branche nachweisen kann, dass sie Werbung verantwortungsvoll steuert, lassen sich schärfere Verbote verhindern. Für Deutschland ist dies ebenfalls relevant. Seit dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV) gelten strenge Werbevorgaben für Glücksspiel-Marketing. Werbung für Online-Casinos ist im TV, Radio und Internet ausschließlich zwischen 21 und 6 Uhr erlaubt. Diese zeitlichen Beschränkungen sollen gefährdete Gruppen und Minderjährige schützen.

von Thomas Kellner
Der unsichtbare Milliarden-Markt: Warum Japans Glücksspiel-Problem auch Deutschland betrifft

Japans aktueller Kampf gegen einen boomenden, digitalen Glücksspiel-Schattenmarkt spiegelt Deutschlands eigene Vergangenheit wider und zeigt, warum Deutschland heute auf strikte Regulierung durch den GlüStV 2021 setzt, statt auf Verbote zu vertrauen.

von Thomas Kellner
EU-Druck wächst: Kommt bald ein Lootbox-Verbot für Minderjährige?

Deutschland steht vor einer Weichenstellung: Das EU-Parlament hat empfohlen, Lootboxen für Minderjährige zu verbieten und die Social-Media-Nutzung unter 16 Jahren einzuschränken. Ziel ist, Kinder und Jugendliche besser vor manipulativen Mechaniken digitaler Plattformen zu schützen. Sollte die Politik dem folgen, könnte sich der Alltag junger Nutzer auch hierzulande spürbar verändern.

von Thomas Kellner
Wazdan startet 6 Mio. Euro Netzwerk-Promotion

Der Casino-Softwareentwickler Wazdan hat eine europaweite Netzwerk-Kampagne im Wert von insgesamt 6 Millionen Euro angekündigt. Die Promotion läuft von Oktober 2025 bis Februar 2026 und setzt auf Engagement-Tools wie Mystery Drop™, die innerhalb der angeschlossenen Betreiberplattformen eingesetzt werden. Ziel ist es laut Wazdan, den Traffic merklich zu steigern, Spieler länger zu halten und Partner im herausfordernden Online-Markt bestmöglich zu unterstützen. Im Rahmen der Branchenmesse SiGMA Central Europe 2025 präsentierte das Unternehmen zudem neue Titel sowie das sogenannte Online Gaining Model, bei dem innovative Mechaniken und gezielte Promotionen enger miteinander verbunden werden. Das Modell soll es Betreibern erleichtern, Inhalte und Loyalität zu verzahnen und damit nachhaltigeres Spielerinteresse zu schaffen.

von Thomas Kellner
Hölle Games kooperiert mit Betano.de: Partnerschaft setzt Zeichen im deutschen Online-Glücksspielmarkt

Die Berliner Spieleschmiede Hölle Games hat eine strategisch bedeutende Partnerschaft mit Betano.de bekannt gegeben Durch die Zusammenarbeit werden künftig die beliebten „Made in Germany“-Slots von Hölle Games direkt über Betano.de verfügbar sein, wodurch das Studio seine Reichweite im regulierten Markt deutlich erweitert. Für Betano bedeutet der Deal zugleich eine Stärkung des eigenen Portfolios mit lokal relevanten Inhalten. Diese Kooperation steht beispielhaft für die zunehmende Vernetzung zwischen nationalen Entwicklern und führenden Betreibern im legalen Online-Glücksspiel.

von Thomas Kellner
Gaming in Germany Conference 2025: Hochkarätige Sprecher aus der deutschen Glücksspielbranche angekündigt

Die Weichen für eine der wichtigsten Branchendebatten des Jahres sind gestellt. Die Gaming in Germany Conference hat für den 11. November in Berlin ein herausragendes Line-up bestätigt. Laut der Plattform European Gaming gehören unter anderem GGL-Schlüsselakteur Sebastian Buchholz, Tipico-Manager Christian Heins und Stimmen der einflussreichsten Verbände wie DSWV, DOCV und EGBA dazu. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich der boomende Schwarzmarkt eindämmen lässt, ohne den legalen Anbietern die Luft zu nehmen.

von Thomas Kellner